Aldersgate-Abend am 24.05.2019 um 18 Uhr

Am 24.5. um 18:00 feiern wir einen festlichen Aldersgate-Abend mit englischem Büffet, Infos, Quiz, Theater, Musik und Abendgottesdienst. Sei dabei und erfahre, wie alles angefangen hat!

Forum E

Vom 21.-23.02. fand das diesjährige Forum E des Evangelisationswerks der EmK statt. Das Thema dieses Jahr war WAS WIR AM BESTEN KÖNNEN – Unsere Kernkompetenzen entdecken und entwickeln. Pfarrer Alexander Garth aus Wittenberg hielt insgesamt vier Vorträge. Daneben gab es wie immer Workshops, biblische Impulse und viel Zeit sich auszutauschen.

Worum geht es? Es geht um unsere Aufgabe, die wir als Christen haben. Wir haben die beste aller Nachrichten und den Auftrag diese weiter zu erzählen. Dazu brauchen
wir eine Gemeinde, die wir vorzeigen können, die interessant ist. Eine Gemeinde mit „Komm und Sieh“ Charakter. Die methodistische Kirche hat sich bereits auf den Weg gemacht und es gab auch viele Berichte über erfolgreiche neue Wege, die einige unserer Gemeinden gehen und gegangen sind.

Viele Menschen lehnen heutzutage Glauben ab. Obwohl es weltweit zu einem christlichen Wachstum kommt, einem spirituellen Erwachen, sieht es in Europa ganz anders aus. Europa steckt in einer Kirchenkrise. Die Menschen haben aber eine Sehnsucht in sich. Die Sehnsucht boomt, aber die Kirchen leeren sich.

Was kann man tun? Wir müssen neu aufbrechen. Alexander Garth stellte die Frage: Was verhindert unser Engagement für Jesus Christus? Er formulierte hierzu sechs Punkte:

1. Leidenschaftsloser Glauben – In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst.
2. Beschädigte Christologie – Das Bild von Christus ist nicht richtig verstanden worden. Worum geht es? Gott selbst zeigt uns seine radikale Liebe, indem er für uns gestorben ist. ER tat es für uns – was tun wir für IHN?
3. Eklisiologie – Die Gemeinde formt sich aufgrund der Christologie, also auf dem Bild, welches sie von Christus hat. Da dieses Bild beschädigt ist, entsteht auch eine beschädigte Gemeinschaft.
4. Vollmachtlosigkeit – Menschen sollen Vollmacht erleben. Sie brauchen mehr als nur Argumente, sie brauchen Erfahrungen. Ein klein gemachter Jesus hat keine Kraft.
5. Allversöhnung
6. Routine

Garth stellte uns dann in einem Schaubild die Unterschiede zwischen ultrakonservativen, konservativen, moderaten, liberalen und ultraliberalen Gemeinden vor. Fazit ist, dass eine Gemeinde, die eine Kombination aus ultrakonservativ und ultraliberal ist, missionarisch am erfolgreichsten ist.

Im dritten Vortrag sprach Garth über Zugänge eines Menschen zum Glauben. Er ist der Meinung, es gibt sechs Zugänge. Was bringt Menschen dazu sich auf die Suche nach Gott zu machen?

1. Sinnfrage – Was ist der Sinn des Lebens?
2. Beziehungen zu Christen – Brücken in die säkulare Welt – praktizierter Glaube ist ansteckend.
3. Spirituelle Erfahrungen – Wir brauchen mehr Erfahrungsräume.
4. Gemeinschaft – Der Weg zum Glauben ist ein Prozess über die Gemeinschaft. Christus ist der Mittelpunkt.
5. Wir brauchen Handlungsfelder – Angebote zur Gemeinschaftsbildung.
6. Soziales Engagement

Im vierten Vortrag stellte Garth ein religiöses Marktmodell vor. Ausgangspunkt: Jeder Mensch ist religiös, der spirituelle Kern ist nur verschüttet. Daher ist ein religiöses Marktmodell so: Je mehr Angebote es gibt, desto mehr Menschen werden religiös. Die traditionelle Kirche verliert ihre Monopolstellung und dies ist gut so. Die Kirche heute ist eine „religiöse Behörde.“ Dieses System ist nicht zukunftsfähig, da es keine Dynamik und kein Feuer hat. Es entsteht ein freier Markt, der sich weiter ausbreitet. Angebot und Nachfrage spielen eine immer größere Rolle. Dieser freie religiöse Markt führt zu einer steigenden gesellschaftlichen Religiosität.-

Je vielfältiger die Zugänge zum Glauben sind, desto mehr Menschen werden erreicht. Wir brauchen eine Verschiedenheit mit einem Kern, der Jesus Christus ist. Menschen wollen erlöst werden, aber jeder auf eine andere Weise.

Durch einen Ort- und/oder Zeitwechsel von Gottesdiensten werden mehr Menschen erreicht, z.B. Gottesdienste im Park oder im Kino, vormittags, nachmittags oder abends, in der Woche oder am Sonntag. Wichtig dabei ist die Regelmäßigkeit.

Soweit eine kurze Zusammenfassung von vier Stunden spannenden Vortrags. In den Workshops wurden besondere Projekte vorgestellt, bei denen Gemeinden bereits nach draußen gehen.

Heike Mondorf

Mehr als Lesen…

Wie nah muss man nun eigentlich am Mikrophon stehen? Wie hängen Lesungstext und Gebet zusammen? Muss man zu den Lesungen noch was erklären? Wie kann man vermeiden vor dem Gottesdienst noch alle möglichen Informationen in die Bekanntgaben einarbeiten zu müssen?

Dies waren die Fragen, die wir beim Training für Lektoren und Moderatoren am 2. März mit 10 Personen besprachen. Auch stimmliche Probleme, Körperhaltung, Blickkontakt spielten eine Rolle und die ewige Ermahnung langsamer zu sprechen. Aber fast alles lässt sich üben und verbessern, was wir auch in diesen knapp drei Stunden gemerkt haben. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich allen, die auf diese Weise aktiv den Gottesdienst mitgestalten, ganz herzlich danken und euch wünschen, dass ihr neben der Vorbereitung und möglichen Anspannung auch immer einen persönlichen Ertrag aus der Beschäftigung und Gestaltung mit Texten und Inhalt gewinnen könnt. Gottes Segen bei eurer Mitarbeit. Und herzliche Einladung für alle Interessenten, es doch auch einmal zu versuchen

RS

Sehnsucht nach Veränderung

lautete die Überschrift für ein Seminar für Frauen, das am 16. März in Leer stattfand. Es nahmen ca. 40 Frauen teil. Wir waren von Bookholzberg mit neun Frauen dabei und haben gemeinsam überlegt, welche Sehnsüchte und Träume wir haben.

Die Referentin war Andrea Gärtig von der Frauenarbeit der Oldenburgischen Kirche. Frau Gärtig gab uns viele Impulse und ermutigte uns Veränderungen anzunehmen, auch wenn es mal schief geht. Das ist besser, als es gar nicht zu versuchen. Sie erzählte uns dazu eine interessante Geschichte:

Eine Frau hört als kleines Kind von der Weite und Schönheit des Meeres. Sie beschließt: Wenn ich groß bin, dann will ich dahin gehen. Ihre ganze Sehnsucht ist einmal am Strand zu stehen, den endlosen Horizont zu sehen und die Wellen an den Füßen zu spüren.

Eines Tages bricht sie auf und kommt zunächst gut auf ihrem Weg zum Meer voran. Schließlich gelangt sie an eine Weggabelung, von der vier Wege abgehen. Ein gewaltiger, sehr hoher Berg macht das direkte Weitergehen zum Meer unmöglich und versperrt ihr vor allem die Sicht. So weiß die Frau nicht, auf welchem Weg sie zum Meer gelangen kann. Sie fragt viele Passanten, aber keiner kann ihr wirklich Auskunft geben. Ganz entmutigt bleibt sie schließlich sitzen und fragt sich, wie ihr Weg weitergehen kann. Denen, die sie auffordern „Komm doch ein Stück mit, vielleicht siehst du das Meer dann“, mag sie nicht trauen. So verharrt sie lange Zeit an dieser Weggabelung, sie mag sich nicht für einen Weg entscheiden, sie richtet sich an der Kreuzung ein und ihr Leben verrinnt.

Als viele Jahre vergangen sind und die Frau merkt, dass sie alt wird, fasst sie einen Entschluss. Mühsam erklimmt sie den Berg bis sie zur äußersten Spitze gelangt. Nun kann sie alles überblicken. Wendet sie sich rückwärts, sieht sie ihren Heimatort, aus dem sie vor vielen Jahren aufgebrochen war. Sie sieht den langen Weg, der sie bis zu diesem Berg führte. Sie sieht die Weggabelung, an der sie solange dahingelebt hat. Wenn sie sich aber umwendet, sieht sie über den Berg hinaus in weiter Ferne etwas bläulich Blitzen. Das muss das Meer sein, in unerreichbarer Ferne… Sie sieht in der Tiefe auch die vier Wege, die sich um den Berg herumschlängeln.

Aber was ist das? Einige hundert Meter vom Berg entfernt führt nur noch ein Weg in Richtung Meer, alle vier Wege sind in ihn eingemündet. Die Frau denkt, hätte ich doch einen der Wege erprobt, nun bin ich zu schwach, ich kann nicht mehr an das Ziel meiner Sehnsucht gelangen.

Nach einem leckeren Mittagessen gab es verschiedene Workshops. Wir konnten Sehnsüchte und Träume künstlerisch umsetzen und malen oder unsere eigenen Gefühle in einen Sehnsuchtspsalm testen. Es war ein interessanter Tag und hat uns gut gefallen.

Luise Schole