Forum E

Vom 21.-23.02. fand das diesjährige Forum E des Evangelisationswerks der EmK statt. Das Thema dieses Jahr war WAS WIR AM BESTEN KÖNNEN – Unsere Kernkompetenzen entdecken und entwickeln. Pfarrer Alexander Garth aus Wittenberg hielt insgesamt vier Vorträge. Daneben gab es wie immer Workshops, biblische Impulse und viel Zeit sich auszutauschen.

Worum geht es? Es geht um unsere Aufgabe, die wir als Christen haben. Wir haben die beste aller Nachrichten und den Auftrag diese weiter zu erzählen. Dazu brauchen
wir eine Gemeinde, die wir vorzeigen können, die interessant ist. Eine Gemeinde mit „Komm und Sieh“ Charakter. Die methodistische Kirche hat sich bereits auf den Weg gemacht und es gab auch viele Berichte über erfolgreiche neue Wege, die einige unserer Gemeinden gehen und gegangen sind.

Viele Menschen lehnen heutzutage Glauben ab. Obwohl es weltweit zu einem christlichen Wachstum kommt, einem spirituellen Erwachen, sieht es in Europa ganz anders aus. Europa steckt in einer Kirchenkrise. Die Menschen haben aber eine Sehnsucht in sich. Die Sehnsucht boomt, aber die Kirchen leeren sich.

Was kann man tun? Wir müssen neu aufbrechen. Alexander Garth stellte die Frage: Was verhindert unser Engagement für Jesus Christus? Er formulierte hierzu sechs Punkte:

1. Leidenschaftsloser Glauben – In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst.
2. Beschädigte Christologie – Das Bild von Christus ist nicht richtig verstanden worden. Worum geht es? Gott selbst zeigt uns seine radikale Liebe, indem er für uns gestorben ist. ER tat es für uns – was tun wir für IHN?
3. Eklisiologie – Die Gemeinde formt sich aufgrund der Christologie, also auf dem Bild, welches sie von Christus hat. Da dieses Bild beschädigt ist, entsteht auch eine beschädigte Gemeinschaft.
4. Vollmachtlosigkeit – Menschen sollen Vollmacht erleben. Sie brauchen mehr als nur Argumente, sie brauchen Erfahrungen. Ein klein gemachter Jesus hat keine Kraft.
5. Allversöhnung
6. Routine

Garth stellte uns dann in einem Schaubild die Unterschiede zwischen ultrakonservativen, konservativen, moderaten, liberalen und ultraliberalen Gemeinden vor. Fazit ist, dass eine Gemeinde, die eine Kombination aus ultrakonservativ und ultraliberal ist, missionarisch am erfolgreichsten ist.

Im dritten Vortrag sprach Garth über Zugänge eines Menschen zum Glauben. Er ist der Meinung, es gibt sechs Zugänge. Was bringt Menschen dazu sich auf die Suche nach Gott zu machen?

1. Sinnfrage – Was ist der Sinn des Lebens?
2. Beziehungen zu Christen – Brücken in die säkulare Welt – praktizierter Glaube ist ansteckend.
3. Spirituelle Erfahrungen – Wir brauchen mehr Erfahrungsräume.
4. Gemeinschaft – Der Weg zum Glauben ist ein Prozess über die Gemeinschaft. Christus ist der Mittelpunkt.
5. Wir brauchen Handlungsfelder – Angebote zur Gemeinschaftsbildung.
6. Soziales Engagement

Im vierten Vortrag stellte Garth ein religiöses Marktmodell vor. Ausgangspunkt: Jeder Mensch ist religiös, der spirituelle Kern ist nur verschüttet. Daher ist ein religiöses Marktmodell so: Je mehr Angebote es gibt, desto mehr Menschen werden religiös. Die traditionelle Kirche verliert ihre Monopolstellung und dies ist gut so. Die Kirche heute ist eine „religiöse Behörde.“ Dieses System ist nicht zukunftsfähig, da es keine Dynamik und kein Feuer hat. Es entsteht ein freier Markt, der sich weiter ausbreitet. Angebot und Nachfrage spielen eine immer größere Rolle. Dieser freie religiöse Markt führt zu einer steigenden gesellschaftlichen Religiosität.-

Je vielfältiger die Zugänge zum Glauben sind, desto mehr Menschen werden erreicht. Wir brauchen eine Verschiedenheit mit einem Kern, der Jesus Christus ist. Menschen wollen erlöst werden, aber jeder auf eine andere Weise.

Durch einen Ort- und/oder Zeitwechsel von Gottesdiensten werden mehr Menschen erreicht, z.B. Gottesdienste im Park oder im Kino, vormittags, nachmittags oder abends, in der Woche oder am Sonntag. Wichtig dabei ist die Regelmäßigkeit.

Soweit eine kurze Zusammenfassung von vier Stunden spannenden Vortrags. In den Workshops wurden besondere Projekte vorgestellt, bei denen Gemeinden bereits nach draußen gehen.

Heike Mondorf

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